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Ein bewegtes und arbeitsreiches Jahr


Forstbezirksleiter Manfred Robens erläuterte das künftige "Kooperationsmodell" zur Forstorganisation. (Foto: Hubert Richter)

(bro) (rs) Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) „Kleiner Odenwald“ zog auf ihrer Mitgliederversammlung am 12. Oktober im „Schwanheimer Hof“ Bilanz über das Geschäftsjahr 2017.

Vorsitzender Roland Schilling konnte zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen, unter anderem Jerg Hilt, Geschäftsführer von der Forstkammer Baden-Württemberg, Manfred Robens, Kreisforstamt, Leiter des Forstbezirks Odenwald, die Revierleiter Klaus Berberich und Hubert Richter, Thomas Falk von der Geschäftsführung bei der Holzverkaufsstelle in Neckargemünd.

Roland Schilling berichtete in seinem Tätigkeitsbericht über ein forstwirtschaftlich gesehen bewegtes und arbeitsreiches Jahr. Stürme, Borkenkäferkalamitäten, Trockenheit, Dürre, Klimawandel und Waldbrände haben den Wäldern viel zugemutet und in vielen Teilen Deutschlands die Betriebe in eine dramatische Lage gebracht. Die Forstkammer Baden-Württemberg hat dies aufgegriffen und ein Maßnahmenkonzept erarbeitet und vorgestellt. Die großen Käferholzmengen haben die Preise, vor allem beim Fichtenstammholz, in den Keller getrieben, was für die Waldbesitzer einen großen Verlust bedeutet.

"Das Kartellverfahren, das Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und die Neuorganisation der Forstverwaltung in Baden-Württemberg zog sich, auch in diesem Jahr, wie ein roter Faden durch das ganze Jahr hindurch", so Schilling in seinem umfassenden Bericht.

Geschäftsführer Thomas Falk von der Holzverkaufsstelle Nadelstammholz legte im Geschäfts- und Kassenbericht exakte Zahlen über den Holzeinschlag und über den Holzverkauf vor. Der Einschlag mit rund 2.500 Festmetern liegt weit unter dem jahresdurchschnittlichen Mittel. Die FBG "Kleiner Odenwald" hatte zum 31. Dezember 2017 282 Mitglieder mit einer Holzbodenfläche von 572 Hektar.

Der Kassenbericht gab Auskunft über geordnete Finanzen. Es war zum Haushaltsausgleich eine Entnahme von rund 3.000 Euro aus der Rücklage erforderlich, was durch den geringeren Holzeinschlag und einen viertägigen Ausflug in 2017 zu begründen ist.

Vom Vorsitzenden wurde dem Kreisforstamt für die Beratung und Betreuung der Wälder Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Der Kassenprüfbericht wurde vom Kassenprüfer Eugen Jakob vorgetragen und eine einwandfreie Kassenführung attestiert. Der Vorstandschaft wurde auf Antrag von Peter Heiß, aus Moosbrunn, einstimmig Entlastung erteilt und der Dank von Seiten der Mitglieder ausgesprochen. Als Kassenprüfer wurden Karl Braus und Eugen Jakob von der Versammlung für ein weiteres Jahr bestätigt.

Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2019 wurde nach Sachvortrag durch Thomas Falk angenommen und einstimmig beschlossen.

Jerg Hilt von der Forstkammer Baden-Württemberg und Manfred Robens vom Kreisforstamt berichteten über Aktuelles aus der Forstpolitik und gaben einen Sachstandsbericht zur zukünftigen Forstorganisation in Baden-Württemberg.

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Beschlussurteil vom 12. Juni 2018 die Beschlussempfehlung des Bundeskartellamtes sowie das Urteil des OLG Düsseldorf bezüglich des gebündelten Rundholzverkaufs in Baden-Württemberg aufgehoben, was aber nicht bedeutet, dass keine strukturellen Änderungen in der Forstorganisation notwendig seien. Der Staatswald wird zukünftig über eine Körperschaft des öffentlichen Rechts eigenständig bewirtschaftet. Nach Verhandlungen mit den kommunalen Spitzenverbänden und Empfehlungen des Lenkungsausschusses ergibt sich nun mit dem "Kooperationsmodell" ein Lichtblick am Horizont. "Die Kreisforstämter können weiterhin Beratungs- und Betreuungsleistungen (kostendeckend) für den Privat- und Kommunalwald anbieten, wobei die Holzvermarktung herausgetrennt und über eine eigene Institution erfolgen muss", so Manfred Robens.

Über weitere forstpolitische Fragen berichtete Jerg Hilt aus Sicht der Forstkammer BW. Er erwähnte, dass ein Entwirf für ein Forstreformgesetzes bereits vorläge und sich in der Anhörung befinde. Es werden im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens noch viele Detailfragen zu klären sein und auch die Gebührengestaltung wird eine große Rolle spielen. Die Stärkung und Förderung der forstlichen Zusammenschlüsse wurde ebenfalls angesprochen. Die Forstreform soll bis zum 1. Juli 2019 bzw. 1. Januar 2020 vollzogen sein.

Waldwirtschaftliche Fragen, einschließlich Holzaufbereitung, Unternehmereinsatz, Holzmarkt und Brennholzverkauf, wurden von Revierleiter Klaus Berberich und Geschäftsführer Thomas Falk eingehend beleuchtet und wichtige Hinweise sowie eine Markteinschätzung für die neue Einschlagsperiode gegeben. Bei dem vorhandenen und noch anfallenden Käferholz ist beim Einschlag von Frischholz, im Nadelstammholzbereich, Vorsicht geboten. Andere Sortimente können je nach Marktlage und nach Absprache mit der Revierleitung eingeschlagen werden. Insgesamt sind im Privatwald genügend Holzvorräte vorhanden.

Als Lehrfahrt ist ein Ausflug am 29. Mai 2019, in den Raum Schwäbisch Hall, mit einer Besichtigung eines Holz verarbeitenden Betriebs und einem entsprechenden Rahmenprogramm vorgesehen.

In seinem Schlusswort dankte Roland Schilling allen Beteiligten für die geleistete Arbeit.
Mit dem Wunsch auf ein erfolgreiches und unfallfreies Forstwirtschaftsjahr 2018/19 wurde die Versammlung geschlossen.

15.10.18

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