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Mit dem dritten Platz belohnt


(Fotos: privat)

(bro) (pb) Für die Europameisterschaftsrennen vier und fünf der Saison 2018 ging es für Lukas Tulovic vom 7. bis 10. Juni zurück auf den Circuit de Barcelona-Catalunya, wo er vor zwei Wochen bereits in der spanischen Superstock 600 Meisterschaft am Start war. Trotz widriger Umstände bei der Anreise zeigte der junge Eberbacher vom Team WIMU CNS erneut sein großes Können und wurde am Ende mit einem dritten Platz belohnt.

Für den ersten Adrenalinschub sorgte die Tatsache, dass am Mittwochabend der Flug nach Barcelona gestrichen wurde. Ersatzflüge waren kurzfristig nicht zu bekommen. Der Vater von Lukas Tulovic sprang als Helfer in der Not ein. Er nahm kurzentschlossen sein Auto und fuhr - gemeinsam mit Stefan Geiger, Vater von Dirk Geiger aus dem European Talent Cup - die gut 1.300 km von Frankfurt nach Barcelona, während sich die beiden Nachwuchspiloten auf der Rückbank so gut es ging entspannten und versuchten, zumindest etwas Schlaf zu bekommen.

Sie schafften es tatsächlich, pünktlich beim ersten Training an der Rennstrecke zu sein. Tulovic warf sich sein Rennleder über und konnte noch die letzten 15 Minuten des Trainings nutzen. Es war eine wichtige Fahrzeit für ihn, da er sich nach der Moto2 WM und der STK600 Meisterschaft wieder auf seine Tech3 Mistral Moto2 Maschine einstellen musste. Die restlichen Trainingssitzungen und auch die beiden Qualifyings wurden dann gewohnt konzentriert, aber etwas entspannter abgearbeitet, und der junge Eberbacher konnte sich mit 0,624 Sekunden Rückstand auf den Polesetter Jesko Raffin den fünften Startplatz sichern.

Der Start ins erste Rennen verlief etwas verhalten, und so verlor Lukas Tulovic beim Sprint zur ersten Kurve einen Platz. Ein paar Kurven weiter wurde er dann von einem Kontrahenten, der sich recht rustikal innen an ihm vorbeischob, etwas von der Linie gedrängt. Daraufhin verlor er nochmals ein paar Plätze, da er durch das Manöver zuvor nicht perfekt herausbeschleunigen konnte und auch sein Rhythmus dahin war. Aber bereits wenige Runden später hatte er die Verhältnisse wieder zurechtgerückt und sich von Platz zehn wieder auf Platz sechs vorgearbeitet. Die Spitze um Raffin war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon enteilt. Mit einer beherzten und beeindruckenden Fahrt im letzten Renndrittel gelang es ihm, die drei Sekunden-Lücke zu Platz vier und fünf zu schließen, und vier Runden vor Rennende konnte er sogar auf Platz vier vorfahren. Allerdings musste er in der vorletzten Runde seiner Aufholjagd Tribut zollen. Seine Reifen waren am Ende, und sein Teamkollege Garzo konnte sich an ihm vorbeischieben. „Ich habe mein Maximales gegeben und bin wirklich glücklich und zufrieden mit Position fünf“, lautete sein kurzes Fazit nach dem Rennen.

Den Start ins zweite Rennen erwischte er perfekt und konnte sich direkt auf Platz drei vorschieben. In Runde drei von 17 fuhr er dann auf Platz zwei vor und begann seine Jagd auf den erneut führenden Raffin, dem er über mehrere Runden einen eindrucksvollen Kampf lieferte. In Runde sieben rutschte er am Ende der Gegengeraden beim Herunterschalten zwischen die Gänge. Diesen Fehler nutzte sein Kontrahent und ging an ihm vorbei. Tulovic gab in den folgenden Runden nochmals alles. Er konnte in Runde zehn auch die bis dahin schnellste Rennrunde mit einer 1:45.046 in den Asphalt brennen, aber an Platz zwei kam er nicht mehr heran.

„Ich hatte in der vorletzten Rennrunde einen "Marquez-Moment‘, als mir in der Kurve das Vorderrad einklappte und ich das Motorrad wieder hoch gedrückt habe. Danach hab ich dann etwas Gas rausgenommen und mir den Podestplatz gesichert“, schilderte der Abiturient seine Jagd um die Plätze. „Mit meiner Bestzeit im Rennen wäre ich im Qualifying sogar auf Pole gefahren. Das lässt hoffen für die nächsten Rennen“, so sein Fazit.

Trotz der Widrigkeiten bei seiner Anreise und auch dem damit einhergehenden Stress kam Tulovic so zu seinem zweiten Podestplatz in der FIM CEV Repsol Moto 2 Europameisterschaft.

Nach dem Rennen ging es für ihn schnell per Flugzeug wieder in die Heimat. Denn am Montagmorgen um 7.30 Uhr stand für ihn die nächste Abiturklausur in Physik auf dem Programm. Danach folgen noch vier weitere Abi-Klausuren, bevor er auch das Thema erledigt hat und sich danach als "freier Mann", wie er selber sagt, voll und ganz auf seine Rennen konzentrieren kann.

Das nächste Rennen in der Moto2 Europameisterschaft findet am 29. Juli im Motorland Aragon statt. Davor steht für Tulovic vom 22. bis 24. Juni auf dem Circuito de Navarra erneut ein Lauf der spanischen STK600-Meisterschaft an.

11.06.18

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