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68 Morgen Wald zur Versorgung des evangelischen Pfarrers


Die zahlreichen Gottesdienstbesucher genossen die Idylle im Kirchenwald beim Waldparkplatz „Im Höchsten“ in Schönbrunn. (Foto: privat)

(bro) (maw) Die evangelische Kirchengemeinde Schönbrunn ließ es sich nicht nehmen, kürzlich ein ganz besonderes Jubiläum mit einem Gottesdienst im Grünen zu feiern.

Es war vor genau 450 Jahren, am 8. Mai 1568, als Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz, genannt „der Fromme“, der damals evangelisch-reformierten Pfarrei Schönbrunn mit Allemühl und Moosbrunn 68 Morgen Wald „auf ewige Zeiten“ überließ. Damit sollten die Evangelischen aus den drei Orten die jährlich 100 Gulden inklusive „sechs Wagen Holz, einigen Wiesen und etliche Stück Rindvieh“ aufbringen, die zur Versorgung eines eigenen Pfarrers vorgesehen waren. Den hatten sie bis dahin nämlich noch nicht, zu arm war möglichen Pfarrerkandidaten wohl die Schönbrunner Pfarrei gewesen. Auch die nötige Renovierung des verfallenen Pfarrhaus sowie dessen Scheune und Ställe waren aus den Erlösen des Kirchen- oder „Heiligenwalds“ zu finanzieren.

Bis heute gehört diese 40 Hektar große Waldfläche der evangelischen Gemeinde. Das Jahr 1668 gilt seither auch als eigentliches Gründungsdatum der evangelischen Gemeinde in Schönbrunn, zu der nach dem Dreißigjährigen Krieg noch Haag und 1978 schließlich auch Schwanheim hinzukamen. Im Jahr 2013 fusionierten die fünf Schönbrunner Ortsteile dann endgültig zu einer evangelischen Kirchengemeinde Schönbrunn, als einer der ersten und wenigen Gemeinden in der Badischen Landeskirche übrigens.

Es war schnell klar, dass der Jubiläumsgottesdienst am historisch und geographisch richtigen Ort stattfinden sollte. So fanden zwei Wochen nach Pfingsten über 150 Gottesdienstbesucher zumeist zu Fuß den Weg zum Waldparkplatz „Im Höchsten“ beim Kirchenwald - hoch über Schönbrunn gelegen, mit Blick auf den Hebert, den Katzenbuckel und die Hügel des Kraichgaus. Es war dieser schönen Lage des Gottesdienstortes zu verdanken, dass in den ruhigen Momenten auch nichts als das Gezwitscher der Vögel und das Summen der Bienen zu vernehmen war.

Pfarrerin Nadine Jung-Gleichmann predigte dem Thema „Kirchenwald“ entsprechend über die sogenannte Jotam-Fabel aus dem Buch der Richter, in der die Bäume einen der ihren zum König machen wollen. Ein Ehepaar erhielt im Gottesdienst den Segen zur Silberhochzeit, und die 15 neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden stellten sich der Gemeinde vor. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom evangelischen Bläserchor aus Neckarsteinach unter der Leitung von Klaus Thieme.

Kirchengemeinderat Herbert Kronenwett aus Schwanheim hatte zum Jubiläum eine informative und unterhaltsame Broschüre zusammengestellt und führte etliche Interessierte nach dem Gottesdienst noch durch den Kirchenwald. Diese erfuhren dabei auch, dass bei einer Baumdichte von ca. 1.000 Bäumen je Hektar auf jedes Mitglied der Kirchengemeinde etwa 24 Bäume des Kirchenwaldes kommen.

Alle konnten sich dann noch bei Bratwurst und kühlen Getränken stärken, die die Kirchengemeinde bereitgestellt hatte.

08.06.18

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