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Viele Teilnehmer bei herrlichem Wetter auf der Strecke


(Fotos: Thomas Wilken)

(tom) Herrliches Wetter, nicht zu heiß, aber trocken, teilweise sonnig mit ein paar Wölkchen: Beste äußere Bedingungen für den gestrigen Rad- und Inlinertag zwischen Rothenberg und Beerfelden. Somit war klar, dass es am einen Ende der Strecke, auf dem Rothenberger Metzkeil, wieder einmal volles Haus geben würde. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVR) kümmerte sich dort mit seinen Mitgliedern um die vielen Besucher, zu denen nicht nur Radler zählten. „Das ist inzwischen schon fast ein Dorffest“, freute sich VVR-Vorsitzender Thomas Wilcke.

Auf der L 3410 zwischen den beiden Oberzent-Gemeinden gab es einen großen Andrang. Etliche Mountainbiker, Freizeit- und Rennradler machten sich auf die etwa acht Kilometer lange Strecke. Inliner bilden inzwischen nur noch eine Randgruppe, sind aber trotzdem immer mal wieder vertreten. Zum 14. Mal stellte - jetzt die neue Stadt Oberzent - die an diesem Tag für den Autoverkehr gesperrte Straße der Bevölkerung zur Verfügung.

Auch aus dem Tal kamen viele Radler, die sich zuerst den Berg hinauf abstrampelten, um dann kilometerlang die zwei Räder ohne große Anstrengungen einfach laufen zu lassen. Die fast ebene Strecke, die durch einen der landschaftlich reizvollsten Teil des Odenwalds führt, eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern, die stressfrei einen bewegungsreichen Sonntag erleben wollen.

Für den VVR ist es neben dem Maifest der größte Event im Jahreslauf, weit über 20 Helfer waren ab 8 Uhr morgens im Einsatz. Besonders die Vereinsfrauen brachten sich kräftig ein. Die Kinder von Vorstandsmitgliedern halfen freiwillig beim Ausschank mit. Pünktlich zur Mittagszeit bildeten sich kleine Schlangen an den verschiedenen Ständen. Das stete Kommen, Gehen und Fahren zauberte nach der Anstrengung ein Lächeln auf die Gesichter der Vereinsmitglieder. Denn der Erlös fließt in die Vereinskasse und wird unter anderem für die Instandhaltung der Ruhebänke und Schutzhütten verwendet.

Natürlich bilden immer die Einheimischen eine feste Bank unter den Besuchern. Die kommen auch ohne zweirädrigen Untersatz vorbei und essen an einer der Buden zu Mittag, nutzen das große Kuchenbuffet, das die Rothenberger Frauen gezaubert hatten, und trinken gemütlich ihren Kaffee. Das Angebot war sehr reichhaltig. Inliner-Pfanne mit Schweingeschnetzeltem und Pilzen als eher deftige Kost (allerdings schon um 13.30 Uhr ausverkauft) oder Eis für die Schleckermäuler fanden einen guten Absatz.

Neben dem Bierwagen mit der flüssigen Nahrung hatte der VVR einiges aufgeboten, damit die Teilnehmer am Aktionstag gut gesättigt wieder zurück nach Beerfelden radeln – oder einfach ein paar Straßen weiter nach Hause gehen - konnten. Schattenplätze waren heiß begehrt, als die Sonne immer kräftiger vom Himmel brannte. Eilends wurden Tische und Bänke herbeigeschafft.

Für den VVR bedeutete die Bewirtung keinen großen Aufwand im Vorfeld. Nur die Wurstbude für die leckeren Speisen der heimischen Metzgerei werde schon am Vortag aufgestellt, „der Rest läuft morgens zwischen 8 und 10 Uhr“, so Wilcke. Mit dem E-Bike hatte Bernhild Hofherr aus Falken-Gesäß die 200 Höhenmeter bewältigt. „Das ist schon klasse“, lachte sie. Allerdings lockt sie doch mehr das Mountain-E-Bike als ihre City-Variante. „Die drücke ich an meinen Mann ab und kaufe mir ein anderes“, schmunzelte die ehemalige Leiterin der Oberzent-Schule.

Ingrid und Heinrich Schwinn aus Ober-Hainbrunn, beide um die 80, sind nicht nur mit dem Fahrrad unterwegs. Um die acht ebenen Kilometer zu radeln, hatten sie ihre Zweiräder („ohne Motor“, betonte Ingrid Schwinn) allerdings den Berg hinauf geschoben. „Wir sind immer dabei, wenn es nicht regnet“, betont sie. Die beiden wandern auch gerne oder sind mit dem Motorrad unterwegs, einer 1000er BMW aus dem Jahr 1995. Sie sind aber beileibe nicht die einzigen, die erst einmal aus dem Finkenbachtal die Höhe erklimmen müssen. Auch Laura oder Thomas Scheuermann kamen wie einige andere aus Hainbrunn nach Rothenberg hoch.

04.06.18

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