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Evangelische Christinnen trafen sich im Gemeindehaus


(Fotos: Claudia Richter)

(cr) Der Bezirksfrauentag der Evangelischen Frauen im Kirchenbezirk Neckargemünd-Eberbach wurde am Donnerstag, 26. April, in Eberbach gefeiert. Neben einer kurzen Andacht, dem geselligen Beisammensein und einem Vortrag über das Leben einer Widerstandskämpferin, berichteten Zeitzeuginnen über ihre Erlebnisse in der Nazizeit.

Über 110 Frauen aus dem ganzen Kirchenbezirk konnte Dekan Ekkehard Leytz im Gemeindehaus am Leopoldsplatz begrüßen. In seiner kurzen Ansprache ging er unter anderem auch auf aktuelle Aktionen ein, die zeigten, dass man sich gegen Antisemitismus wehren müsse.

Welch schreckliche Erinnerungen die Nazizeit bei Hannelore Martin und Hedwig Menrad noch heute weckt, berichteten die beiden Frauen am Donnerstagnachmittag persönlich. Beide erzählten von ihren Erlebnissen als Schülerinnen in der Zeit, in der Bombenangriffe zur Tagesordnung gehörten und deshalb der Besuch der Schule oft unmöglich war. Wenn aber Unterricht stattfand, wurden die Kinder mit Kriegsthemen konfrontiert. Menrad berichtete eindrucksvoll von der Reichspogromnacht im November 1938. Sie selbst lebte damals in Mannheim, das gegen Kriegsende so heftig zerstört worden sei, dass sie mit ihren Klassenkameradinnen und den Lehrkräften nach Odilienberg im Elsaß "verschickt" worden sei. Sie habe sich dort frei bewegen können, allerdings sei eine bestimmte Straße tabu gewesen, so die Seniorin. Jahre später habe sie mit ihrem Mann diese Straße besucht und feststellen müssen, dass dort ein Konzentrationslager gewesen sei. Bei der Erkenntnis, dass es ihnen und den anderen Kindern am Odilienberg gut gegangen sei, während weiter unter Tausende Menschen umgebracht wurden, sei bei ihr “das Grausen gekommen”. Ihr ausdrücklicher Wunsch und ihre Hoffnung sei, dass so etwas nicht mehr geschehen soll.

Als Rednerin für die Veranstaltung konnte die Vorsitzende des Kirchenbezirks, Petra Neumann-Janssen, Dr. Almut Meyer gewinnen. Sie berichtete über das Leben und Wirken von Elisabeth von Thadden. Die christliche Pädagogin wurde im Jahr 1890 in Ostpreußen geboren und ging als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus in die Geschichte ein. Sie wurde nach ihrer Verhaftung im Jahr 1944 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von Heinz Janssen am Flügel umrahmt. Die Bewirtung der Gäste übernahmen die Frauen der evangelischen Kirchengemeinde aus Eberbach unter der Leitung von Elsbeth Nollert.

Infos über weitere Veranstaltungen im Kirchenbezirk gibt es im Internet (Link s.u.).

Infos im Internet:
www.kbz-ne-eb.de


29.04.18

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